Von der Regenerativen Biologie zur Rekonstruktiven Therapie

 

REBIRTH ist ein durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördertes, hochschul- und fächerübergreifend angelegtes Exzellenzcluster. Beteiligt sind sieben Partner: Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH), die Leibniz Universität Hannover, die Stiftung Tierärztliche Hochschule (TiHo), das Fraunhofer-Institut für Toxikologie und Experimentelle Medizin (ITEM), das Institut für Tierzucht Mariensee (FAL), das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) in Braunschweig und das Max-Planck-Institut Münster (MPI). Das Cluster wird durch Professor Dr. Axel Haverich, Direktor der MHH-Abteilung Thorax- Herz-, und Gefäßchirurgie und Vorstandsmitglied des BiomeTI e. V., koordiniert.

Die Forschungsschwerpunkte erstrecken sich von der Untersuchung der Organregeneration und der Stammzellen auf molekular- und zellbiologischer Ebene über die Züchtung von Zellen und Geweben und deren Prüfung im Tierversuch bis hin zur Anwendung der daraus entstandenen Erkenntnisse am Patienten. Dabei geht es vor allem um die Entwicklung neuer Therapieformen für Erkrankungen des Blutes, des Herzens, der Leber und der Lunge. Wichtiger Bestandteil des Gesamtkonzeptes ist die Nachwuchsförderung.

Die DFG fördert REBIRTH seit November 2006 finanziell – jährlich mit 6,8 bis 9,4 Millionen Euro – bis Ende des Jahres 2011 sollen es rund 42 Millionen Euro sein. Zur Unterbringung der Wissenschaftler und ihrer Labore wurde auf dem Gelände der MHH das Hans Borst-Zentrum für Herz- und Stammzellforschung errichtet, das im Mai 2008 seiner Bestimmung übergeben wurde. Die Braukmann-Wittenberg- Stiftung finanzierte diesen Neubau mit einer Summe von 14 Millionen Euro. Auf 3300 Quadratmetern arbeiten dort 110 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, in den nächsten beiden Jahren sollen noch weitere 40 Kolleginnen und Kollegen hinzukommen.

Die Einmaligkeit dieser Forschungsinfrastruktur resultiert aus:

  1. der Tatsache, dass sieben hochprofilierte Partnerorganisationen in einem Cluster verbunden sind,
  2. der klaren Schwerpunktsetzung auf Stammzellforschung und Methoden der Reprogrammierung, wobei eine breite Basis von Modellorganismen, einschließlich Haustieren und nicht-menschlicher Primaten, eingesetzt werden kann,
  3. der umfassenden Erforschung krankheitsspezifischer Bedingungen der Regeneration,
  4. der Verbindung biomedizinischer Disziplinen mit Chemie, Ingenieurswissenschaften und Physik, einschließlich der Photonik,
  5. dem integrierten Translationsprogramm mit einem pro-aktiven Konzept der Biologischen Sicherheit und einem leistungsfähigen Netzwerk zur Umsetzung von “Good Practice” für eine rasche klinische Anwendung.
  6. der Förderung von “Human Resources” durch integrierte Programme der Ausbildung, der Gleichstellung und der Ansprache der Öffentlichkeit.

Mit diesem Profil stellt REBIRTH einen optimalen Partner für Forschung und Produktentwicklung in der regenerativen Medizin im nationalen und internationalen Kontext dar. Die seit langem bestehende Orientierung auf Bench-to-Bedside-Konzepte und die intensive Vernetzung mit hochrangigen Partnern aus Forschung, Regulatorik und Industrie belegen die hohe Eignung des Standorts für eine erfolgreiche Umsetzung von Konzepten der Grundlagenwissenschaften in erfolgreiche Therapien.

Weitere Informationen über REBIRTH erhalten Sie unter www.rebirth-hannover.de.