Verbundinstitut CrossBIT

Das Verbundinstitut für Biokompatibilität und Implantatimmunologie in der Medizintechnik CrossBIT wird von der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), der Leibniz Universität Hannover und der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover getragen. Als Teil des zukünftigen Niedersächsischen Zentrums für Biomedizintechnik wird das Institut vom Land Niedersachsen unterstützt. Leiter von CrossBIT sind die BiomeTI-Vorstände Professor Dr. Henning Windhagen, Direktor der Klinik für Orthopädie der MHH, sowie Professor Dr. Axel Haverich, Direktor der MHH-Klinik für Herz-, Thorax-, Transplantations- und Gefäßchirurgie.

CrossBIT stellt mit seinem interdisziplinären Ansatz ein wesentliches Verbindungsglied zwischen der Implantatherstellung und der Funktionalisierung auf der einen und der präklinischen Testung auf der anderen Seite dar. Ziel des Verbundes ist es, über diese Scharnierfunktion zwischen Forschungszentrum und Medizinprodukteprüfung den Wissenstransfer zu fördern, damit aus den Aktivitäten der Forscher der Hochschulen mehr Kooperationen mit der Wirtschaft und Zulassungsanträge für die Anwendung am Patienten entstehen.

Ob Gelenkprothesen, Herzklappen, Innenohrelektroden, künstlicher Knorpel oder Messsensoren: Sämtliche Fremdmaterialien, die in einen Körper eingesetzt werden, müssen auf ihre Eignung und Ungefährlichkeit hin überprüft werden. Sie dürfen weder toxisch sein noch zu Gewebereaktionen führen, sie dürfen keine Allergien auslösen und auch keine genetischen Veränderungen hervorrufen. CrossBIT bündelt Experten mit technisch-medizinisch-wissenschaftlicher Kompetenz aus unterschiedlichen Fachrichtungen. Aus der MHH sind beteiligt die Klinik für Orthopädie, die Klinik für Herz-, Thorax-, Transplantations- und Gefäßchirurgie, die Klinik für Unfallchirurgie,die Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, die Klinik für Zahnärztliche Prothetik, die Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, die Klinik für Neurochirurgie, die Klinik für Plastische, Hand- und Wiederherstellungschirurgie sowie das Kompetenzzentrum Medimplant. Von der Leibniz Universität Hannover arbeitet bisher das Institut für Technische Chemie im Verbundzentrum mit, ebenso wie das Laserzentrum Hannover.

CrossBIT will in verschiedenen Schwerpunkten den Weg aus dem Labor bis hin zur Anwendung ebnen. Im Verbund werden die Grundlagen zur Biokompatibilität und zur Implantatimmunologie entwickelt. Dabei arbeiten die Gruppen aus den Hochschulen oder Kliniken fachübergreifend in Querschnittsbereichen zusammen. Die Organisation eines solchen Bereichs übernimmt jeweils ein Institut federführend. Forschungsschwerpunkte sind dabei kardiovaskuläre Implantate, orthopädische Endoprothesen, angiogene Knochenregeneration, Knochenschrauben und Platten, segmenteller Knochenersatz, Innenohrimplantate, Zahnersatz, neuroelektrische Schnittstellen, Herzklappenersatz, Biophotonik, Trägermaterial für die Gewebezüchtung, Biofilme oder Hautbanking.

In den Transferbereichen werden die marktrelevanten Entwicklungen dann hinsichtlich ihrer Biokompatibilität geprüft, also wie sich im Körper verhalten. Im Kompetenzzentrum Medimplant etwa werden Implantatmaterialien nach DIN ISO 10993 untersucht. Das Kompetenzzentrum GMP-Labor hat sich zum Ziel gesetzt, ein richtungsweisendes Konzept für die Herstellung von Tissue-Engineering-Produkten für den Klinikbereich zu erstellen, und das Kompetenzzentrum GLP-Labor führt zertifizierte Untersuchungen bei Implantat-, Oberflächen- und Materialveränderungen durch.

Der Verbund finanziert sich aus einer Landesförderung und Beiträgen der beteiligten Kliniken und Institute und steht weiteren Kooperationspartnern offen. Er ist in Sichtweite der MHH in der Feodor-Lynen-Straße 31 untergebracht.

Weitere Informationen erhalten Sie direkt bei CrossBIT, Tanja Hesse, Telefon 0511 532-8962, oder hier.